Piva Schlucht & Niagara Fälle

Veröffentlicht am 21. November 2021 um 22:00

Montenegro Teil 3

Nach dem für mich etwas enttäuschenden Besuch im Durmitor Nationalpark fahren wir über den „Sedlo-Pass“ (dt.=Sattelpass), der eine Ost-West-Verbindung zwischen dem Tara-Canyon (tiefste Schlucht Europas) und dem Piva-Tal herstellt. Die Straße schlängelt sich durch canyonartiges Gebirge vorbei an der pittoresken Berglandschaft. Wir kommen gar nicht heraus aus dem Staunen und Olli fährt extra auf einen kleinen Hügel, damit er ein paar coole Fotos von Champie schießen kann.

Auf der Suche nach einem geeigneten Stellplatz für die Nacht stellen wir fest, dass die Sonne auf dem Pass schon bald hinter den Bergen verschwinden wird. Wir fahren also noch über die Berge bis zur „Piva Schlucht“, die sich schon bald eindrücklich vor uns auftut.

Die Aussicht ist einfach der Hammer und Olli steht am nächsten Morgen extra früh auf um Fotos zu machen. Es dauert allerdings eine Weile bis sich der Nebel verzieht und uns die Sicht auf die Schlucht freigibt.

Unser Platz befindet sich übrigens an einer sehr interessanten Straße, die sich durch viele Tunnel den Berg hinab ins Tal schlängelt. Abenteuerlich, aber irgendwie voll cool!

Als wir so langsam fertig sind und uns auf den Weg machen wollen, kommt eine kleine Kuhherde vorbei, die über dieselbe Straße geführt wird, die wir jetzt hinunter fahren wollten. Wir warten dann also noch einen Moment, bis wir losfahren.

Natürlich holen wir die Kühe trotz des Wartens ein und über die 15km lange Baustelle in Podgorica müssen wir auch noch einmal fahren. Aber das sollen nicht die einzigen Hindernisse auf dem Weg zu unserem heutigen Ziel, das ich herausgesucht habe, sein. Der Verkehr wird von der Polizei gestoppt, wegen einem Lauf ist die Durchfahrtsstraße durch den Ort gesperrt und wir müssen warten, bis die Läufer vorbei sind. Umleitungsschilder sind hier Fehlanzeige und so müssen wir irgendwie einen anderen Weg durch den urbanen Dschungel finden.

Olli navigiert uns mal wieder meisterhaft und wir schaffen es irgendwann zu dem Ziel an, das ich für heute herausgesucht habe: die montenegrinischen Niagara Fälle.

Ein wunderschönes Naturereignis liegt da vor uns, welches wir hautnah erkunden können. Nichts ist abgesperrt, wir können herum klettern, wo wir wollen. Leider ist es viel zu kalt um dort hineinzuspringen und logischerweise ist diese Attraktion auch ziemlich gut besucht, was den herumliegenden Müll erklärt. Aber so ist das nunmal, hier in Montenegro…

 

Für die Nacht wollen wir an einen ruhigeren Ort, doch die Suche gestaltet sich schwierig. Wir bleiben schlussendlich an einem Fluss bei „Vranjina“, an dem zwar noch einige Angler Party machen, aber die verziehen sich schon, wenn es dunkel wird.

Die Nacht über regnet es ununterbrochen und wir können nur hoffen, dass wir morgen nicht in einer dieser vielen Matschpfütze stecken bleiben...


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