Tausend Wasserfälle

Veröffentlicht am 22. August 2021 um 16:21

Die schönste Straße Norwegens.

Am Freitag Morgen kommen wir mit einem Schweizer ins Gespräch, der mit seinem Wohnmobil gerade von Norden kommt. Er empfiehlt uns die Küstenstraße Fv17, auf der zwar sechs Fähren liegen, die aber wunderschön sein soll. Die Straße verläuft 650 km entlang der Atlantikküste von „Steinkjer“ bis nach „Bodø“.

Wir sind ein bisschen hin und hergerissen, denn bisher sind wir noch nie Fähre gefahren, aber die Erzählungen des Schweizers haben uns neugierig gemacht…

 

Zuerst schauen wir uns aber noch den Wasserfall „Grungstadfossen“ an, der gleich um die Ecke liegt.

Danach geht es weiter zur Küstenstraße Fv17. Die Straße führt uns an Fjorden und riesigen Felsen vorbei, von denen wir mindestens 1.000 Wasserfälle herabstürzen sehen. Das Regenwetter lässt bestimmt den ein oder anderen Wasserfall zusätzlich entstehen, aber wir sind von der Aussicht einfach nur beeindruckt, auch wenn der Nebel sie ziemlich einschränkt.

In „Holm“ nehmen wir dann unsere erste Fähre, die uns nach „Vennesund“ übersetzt. Der Ablauf ist völlig unkompliziert, unser Kennzeichen wird fotografiert und dann gibt’s später, zusammen mit der Maut, die Rechnung nach Hause. Ich finde Fähre fahren jetzt richtig super, die Überfahrt dauert keine 20 Minuten und soll irgendwas zwischen 8-12€ kosten.

Das Ziel des heutigen Tages ist „Brønnøysund“, wo wir einen Platz direkt am Meer finden mit Grill und einer schönen Hütte. Wir bleiben dort zwar nicht allein, aber es ist ja auch immer mal nett, andere Menschen zu treffen.

Durch einen unserer Nachbarn erfahren wir, dass es in einem der Felsen, auf den wir schauen, ein großes Loch gibt, durch das man wohl hindurch wandern kann. Wir recherchieren gleich, was es damit auf sich hat und fahren am nächsten Tag dorthin.

Der Torghatten ist ein Granitriese und zählt zu den spektakulärsten Bergen der Welt. Das Loch ist über 160m, lang, 35m hoch und 20m breit. Er wird auch eine natürlich Kathedrale genannt. Der Weg hinauf führt über Steintreppen und unebene Pfade durch das Loch hindurch. Auf der anderen Seite soll es einen schwierigen Abstieg nahe des Abgrunds geben, der über steiles und unwegsames Gelände führt. Na, schauen wir mal!

Die Wanderung ist extrem anspruchsvoll und man hat das Gefühl, durch einen Höllenschlund zu treten. Es ist wirklich beachtlich, was die Natur hier zustand gebracht hat! Wir schaffen auch den schwierigen Abstieg auf der anderen Seite und für den Ausblick hat es sich sowieso gelohnt!

Danach fahren wir wieder zu unserem Stellplatz zurück. Den Rest des Tages passiert nicht mehr viel, wir genießen einfach die Aussicht aufs Meer.

Auch am nächsten Tag haben wir noch keine Lust, den schönen Platz zu verlassen. Wir beschließen den Sonntag zu zelebrieren und wie ginge das besser als mit Kuchen und anderen Leckereien?

Wider Erwarten habe ich abends plötzlich Lust auf einen Spaziergang. Ich gehe zuerst allein ein Stück an der Meeresbucht entlang. Als ich aber einen Aufstieg zu einem Kletterpfad finde, hole ich Olli, denn die Aussicht will er sich nicht entgehen lassen.

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