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Ein Tag mit mehr als 24 Stunden

Veröffentlicht am 11. März 2021 um 23:30

Ich komm’ nicht mehr mit.

Ich wache auf, schäle mich aus dem Bett in die Kälte und mache mich bereit für den Tag. Am Morgen stapfe ich durch den Schnee und bin froh, als wir endlich weiterfahren. Der Kontrast zu unserem Frühstücksplatz könnte nicht größer sein.

Wir finden uns in der Wüste Tabernas wieder und stehen dort in der Nähe der Westernstadt „Fort Bravo", wo unter Anderem Indiana Jones und einige Winnetou Filme gedreht wurden. Abgesehen von dem kleinen Filmdorf, das natürlich abgesperrt ist, gibt es hier unendliche Weiten. Wir fahren ein Stück durch das ausgetrocknete Flussbett und merken schnell, dass wir hierfür das falsche Fahrzeug haben. Wir besichtigen also nur einen kleinen Teil der Wüste und genießen unser Frühstück hier.

Danach fahren wir weiter zu einem Punkt, den ich bei Google Maps erspäht habe. Vom Parkplatz, auf dem das Campen leider verboten ist, müssen wir noch ein gutes Stück bergab laufen, also erfrische ich mich erstmal an einem Wasserfall.

Unten angekommen stehen wir an einem Bachlauf und tasten uns langsam aber sicher weiter voran. Als der Weg endet gehen wir über die Steine und müssen bald anfangen zu klettern und natürlich macht es gleich: PLATSCH!

Tollpatschig wie ich bin, bin ich natürlich gleich abgerutscht und ins Wasser gefallen. Ist mir aber auch egal, dann stapfe ich jetzt erst recht weiter durch den Bach. Wir machen hier unsere eigene kleine Canyoning Tour und freuen uns über dieses kleine versteckte Paradies, das wir zwischen den Felsspalten gefunden haben.

Für die Nacht müssen wir uns noch ein Plätzchen suchen, aber wir werden ringsherum einfach nicht fündig und entschließen uns, obwohl wir schon ziemlich fertig sind von dem ereignisreichen Tag, weiter zu fahren. Von der Autobahn aus sehe ich ein Schild zu einem Wohnmobilparkplatz und frage Olli, ob wir uns den nicht mal anschauen wollen. Wir fahren ran und sehen, dass der Platz zu einem Weinbauern gehört. Wir fahren erstmal weiter, weil wir keine Lust auf Kaufzwang haben, doch unterwegs denken wir, es wäre eigentlich ganz nett, diesen besonderen Tag mit einem Glas Wein ausklingen zu lassen. Wir drehen also wieder um und klingeln bei der Bodega, um zu fragen, was es kostet dort zu übernachten. Leider macht uns keiner auf und wir sind ein bisschen enttäuscht, als der Besitzer gerade durch das Tor kommt. 

Wir können kostenlos auf seinem Grundstück stehen, denn er hat ja so viel Platz, sagt er. Wir fragen, ob wir seinen Wein probieren dürfen und bekommen obendrein noch eine kleine Führung durch sein Lager. Er spricht zwar nur spanisch, aber wir verstehen uns irgendwie und währenddessen bekommen wir immer wieder nachgeschenkt. Am Schluss kaufe ich noch eine Flasche und denke, wir bekommen jetzt die, die wir schon halbleer getrunken haben. Aber nein, der Besitzer holt uns eine neue Flasche und wir verabschieden uns für den Abend.

Wir lassen den Tag mit unserer Flasche Wein Revue passieren und sind erstaunt, was man alles in 24 Stunden erleben kann. Es fühlt sich eher so an, als wäre eine ganze Woche vergangen, wie soll mein Kopf da noch mitkommen?


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