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Kathedralen im Meer

Veröffentlicht am 26. Mai 2021 um 18:13

Grüezi mitenand!

Am Montagmorgen kommen wir mit einem schweizerischen Pärchen in Kontakt, die an dem Platz ihr Wohnmobil ver- und entsorgen. Christian und Xalia wirken echt sympathisch und wir tauschen uns über unsere nächsten Ziele aus. Wir erzählen, dass wir an den „Playa de las Catedrales“ wollen, wovon die beiden zwar noch nichts gehört haben, sich aber nach kurzen Erzählungen prompt anschließen.

„Der Playa de las Catedrales gehört wegen seiner eindrucksvollen Felsformationen zu den spektakulärsten Küstenabschnitten Spaniens. Bei Flut sind die Klippen vom Meer umspült und viele der Felsformationen werden zu Inseln in der Brandung, doch bei Ebbe kommt der Sandstrand zum Vorschein und offenbart, warum er "Strand der Kathedralen" heißt. Steinerne Säulen und Bögen, die Wasser und Wind über Tausende Jahre geschaffen haben, verbinden das Klippenufer mit dem Atlantik und erinnern dabei an das gewaltige Gewölbe einer gotischen Kathedrale. Die steil aufragenden Felsen türmen sich zu zerklüfteten Formationen auf, dazwischen öffnen sich am Boden immer wieder schmale Gänge, die an ein riesiges Kirchenschiff erinnern. Herrscht besonders tiefe Ebbe, liegt der Strand komplett frei und Besucher können durch manche der freigespülten Bögen zu Fuß hindurchgehen. Wer in den Genuss eines Strandspaziergangs kommen möchte, sollte also die Gezeiten im Blick haben.“ (https://www.geo.de/reisen/22675-rtkl-playa-de-las-catedrales-dieser-strand-ist-ein-kunstwerk-der-natur)

 

Der Parkplatz am Strand ist leider (logischerweise bei so einer Attraktion) sehr belebt und die vielen gelben Verbotsschilder sämtlicher Art, die überall aufgestellt sind, rauben meiner Meinung nach ziemlich den Charme dieses Ortes… Eigentlich möchte ich hier auf keinen Fall übernachten, aber Ebbe ist erst um 22 Uhr und wir wollen uns den Strand schon unbedingt anschauen…

Während ich nach nahegelegenen Ausweichplätzen für die Nacht suche, treffen Christian und Xalia auf ein weiteres schweizerisches Ehepaar und ehe wir uns versehen, sitzen wir alle zusammen bei einem Glas Wein im Expeditionsmobil von Toni und Rita. Wir lachen zusammen und ich vergesse schnell, wo wir gerade sind. Sogar eine Toblerone bekommen wir geschenkt, die ich fast ganz alleine verdrücke. Die Schweizer sind wirklich herzlich und ich fühle mich sehr wohl mit den Vieren, auch wenn ich den Gesprächen manchmal nicht so ganz folgen kann. Rückblickend hatte der doofe Platz in Esteiro also doch etwas Gutes…

Und jetzt schauen wir uns endlich den Strand an!

Die meisten Fotos stammen vom nächsten Morgen, an dem wir extra früh aufstehen, um bei Ebbe noch einmal einen langen Spaziergang am Strand zu machen. Danach trinken wir noch einen Kaffee zusammen und schmieden Pläne für den Tag. Die Schweizer wollen nach „Cudillero“, ein kleines Fischerdorf, das ihnen empfohlen wurde und dort irgendwo Fisch essen gehen. Wir wollen eigentlich lieber wieder in die Natur, tauschen aber unsere Nummern, um uns gegebenenfalls doch wieder zusammenzufinden.

Auf der Fahrt nach „San Pedro de la Ribera“, wo wir uns einen Platz am Strand anschauen, fahren wir an Cudillero vorbei. Es stehen schon ein paar Wohnmobile dort, aber der Platz ist groß genug, sodass es sich ganz gut verteilt. 

Wir vermissen die lebhafte, fröhliche Art der Schweizer und fahren kurzerhand wieder zurück zu dem vereinbarten Parkplatz am Hafen Cudilleros, der nur eine viertel Stunde von uns entfernt ist. Dort erleben wir ein absolutes Spektakel mit den Wellen, die Meterhoch an die Hafenmauer schlagen. Kleines Actionvideo gefällig? Die, die da rennt, ist übrigens die liebe Xalia. Und die, die so dreckig lacht, das bin ich! :D

Langsam machen wir uns auf den Weg in das Fischerdorf, wohin wir noch ein kleines Stückchen laufen müssen. Das Dorf liegt an einem Hang und empfängt uns mit vielen bunten Häuschen, durch die wir uns einen Weg nach oben auf eine Aussichtsplattform suchen. 

Nach der kleinen Wanderung bekommen wir natürlich Hunger und suchen uns ein Restaurant. Leider sind wir noch etwas zu früh, denn die Läden haben noch geschlossen, also trinken wir erstmal einen Aperitif auf der Terrasse eines Cafés. Etwa eine Stunde später öffnet das Restaurant gleich gegenüber von uns. Die Empfehlung des Hauses ist eine Vorspeisenplatte mit Muscheln, die zufälligerweise für sechs Personen ausgelegt ist. Meeresfrüchte sind zwar generell nicht so mein Ding, aber bei der Platte bin ich natürlich dabei! Zur Hauptspeise wähle ich eine Art Cordon Bleu und Olli gönnt sich frittierte Tintenfischringe mit Pommes und Dip.

Nach dem Essen spazieren wir zurück zum Hafen, wo unsere Wohnmobile stehen. Toni und Rita wollen auf dem Parkplatz an der Straße stehen bleiben, da sie am nächsten Tag sowieso weiter fahren und wandern gehen wollen. Xalia, Christian, Olli und ich fahren wir wieder zu unserem vorherigen Platz am Strand nach San Pedro de la Ribera und quatschen noch ein bisschen, bis es dunkel und zu kalt wird.

Nach dem Zusammentreffen mit den lieben und herzlichen Schweizern haben wir richtig Lust, auch mal in die Schweiz zu fahren. Am nächsten Mittag verabschieden sich die beiden dann aber schon, da sie aufgrund eines Familientreffens weiter müssen. Wir bleiben noch eine weitere Nacht, um etwas Ruhe zu tanken.


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