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Horrortag

Veröffentlicht am 30. Mai 2021 um 22:19

Alles hat ein Ende.

Der dichte Nebel vertreibt uns von dem schönen Platz am Coto Bello und wir fahren langsam und vorsichtig wieder hinab ins Tal. Auf unserer Route, die noch kein endgültiges Ziel außer das Meer hat, liegen ein paar Sehenswürdigkeiten, die wir uns heute anschauen wollen.

Nach gut anderthalb Stunden Fahrt kommen wir zur ersten Sehenswürdigkeit, den „Bufones de Pría“, wo große Fontänen von Meerwasser durch die Löcher und Spalten der Kalksteinklippen schießen sollen. Als wir dort ankommen erfahren wir allerdings, dass diese nur bei Flut zu sehen sind, aber gerade ist Ebbe… Der Parkplatz ist noch kleiner und belebter als der bei den Kathedralen im Meer und wir fühlen uns überhaupt nicht wohl hier. Wir wollen nicht bleiben und verzichten wohl oder übel auf dieses Naturphänomen.

Unser nächster Stopp ist am „Playa de Huelga“, wo wir an einer nahegelegenen Kapelle auf eine Hochzeitsgesellschaft stoßen, die gerade im Aufbruch ist. Wir warten geduldig, bis uns die Gäste vorbei lassen, kurz darauf ist der Weg mit großen Steinen versperrt, hier geht’s nicht weiter. Wir parken einfach am Ende des Weges und gehen den Rest zu Fuß! Nach einem kurzem Aufstieg über den Hügel sehen wir dann die Kathedrale im Meer.

Von dort aus folgen wir spontan den Schildern in die nächste Meeresbucht zu den „Minas del Castro de las Gaviotas“. Dorthin führt ein kleiner Trampelpfad über die Felsen, der uns zu guter Letzt über Stufen zwischen den Klippen hinab ans Meer geleitet. Wahnsinn!

Es ist erstaunlich, wie schnell die Zeit vergeht. Mittlerweile ist es spät geworden und wir sehnen uns allmählich nach einem Platz zum Ankommen. Wir sind heute schon viel umher gefahren und haben einiges gesehen, wobei wir eigentlich noch mehr Sehenswürdigkeiten auf der Route geplant hatten. Wir wollten uns noch einen Strand im Inland ansehen, dort gibt es allerdings keine Parkmöglichkeit, aber hier können wir auch nicht bleiben und am Meer sieht es ebenfalls schlecht aus mit Plätzen für die Nacht. Wir lassen also auch diese Sehenswürdigkeit aus und fahren wieder tiefer ins Landesinnere.

Ich suche einen Platz im Wald heraus, der mir eigentlich ganz gut gefällt, Olli aber überhaupt nicht zusagt. Leider gibt es dort absolut keinen Internet Empfang, um nach anderen Stellplätzen zu suchen, also müssen wir erstmal wieder ein gutes Stück aus dem Wald heraus fahren.

Wir klappern verschiedene Plätze ab und die Fahrt zieht sich. Nach langem Hin und Her landen wir wieder in den Bergen bei den „Picos de Europa“ in „Asiegu“. An dem Parkplatz ist zwar einiges los und er liegt direkt an einer gut befahrenen Straße, aber wir haben absolut keine Lust mehr weiterzusuchen und arrangieren uns für heute damit. Nach 6 Stunden Fahrzeit und dabei gerade einmal 200 überwundenen Kilometern auf direkter Strecke, sind wir ziemlich am Ende. Diese „Bilanz“ ernüchtert uns und wir fühlen uns ausgelaugt. Der Tag hatte es in sich und die Fahrerei war wirklich der Horror! Aber jetzt sind wir ja irgendwo angekommen und die Aussicht auf die Picos de Europa ist auch gar nicht so schlecht!

Am Sonntag wird es an dem Platz schon ruhiger und der Verkehr an der nahegelegenen Straße bleibt überschaubar. Wir haben heute gar keine Lust weiterzufahren und beschließen noch einen Tag zu bleiben. Ich habe spontan Lust zu einem Aussichtspunkt zu spazieren und kann Olli überzeugen mitzukommen, wenn auch in Flip Flops. Unterwegs kommen wir an einer Herde mit Jungbullen vorbei, die Olli in seinem lustigen Köpfchen ein bisschen herauszufordern versucht. Wir haben viel Spaß und ohne Erwartungen wird eine schöne kleine Wanderung daraus. Oben angekommen genießen wir das Bergpanorama.


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