Auf ein Wiedersehen

Veröffentlicht am 10. Juni 2021 um 14:15

Viel gesehen, viel erlebt.

Am Montag geht es weiter zu einem verlassenen Dorf namens „Turruncún“. Wir kommen recht früh am Tag dort an und gehen erstmal auf Erkundungstour. Über Hügel und schmale Pfade geht es an vielen zerfallenen Häuschen und Ruinen vorbei. In der Mitte des kleines Dorfes liegt eine alte Kirche, in die wir sogar vorsichtig hineingehen können. Es ist wirklich sehr eindrucksvoll, hier umherzuwandern!

Heute ist ein sonniger, warmer Tag und wir rätseln, wo es als nächstes hingehen soll. Am Sonntag haben wir ein Video von unseren Lieblingsyoutubern angeschaut, die gerade ganz in unserer Nähe unterwegs sind. In dem Video erzählten sie von einer Wüste, durch die es einen befahrbaren Rundweg gibt. Ich würde gerne als nächstes dort hin, aber Olli ist es zu warm und er möchte lieber ans Wasser. Wir recherchieren, wo es auf dem Weg zur Wüste noch einen See gibt, werden in der Umgebung aber leider nicht fündig. Also machen wir uns dann doch auf den Weg zur Wüste, den „Bardenas Reales“.

Dort angekommen besorge ich in der Touristen Information eine Karte. Der Rundweg durch den Nationalpark ist 34 km lang und darf von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang befahren werden. Wir machen uns also gleich auf den Weg! Olli ist nicht ganz so begeistert, aber mit Klimaanlage lässt es sich auch bei 30° Grad ganz gut im Wohmobil aushalten. Da es in der Wüste so gut wie keinen Verkehr gibt und man eh nur sehr langsam fahren kann, übernehme ich jetzt mal das Steuer! Hier ein paar Eindrücke für Euch aus der Wüste:

Nach knapp zwei Stunden ist die Runde beendet, es ist mittlerweile kurz vor 18 Uhr und ich bin ziemlich erledigt, denn das Fahren auf der Schotterpiste war doch ganz schön anstrengend… Olli ist aber noch hochmotiviert zu einem See, der noch über 1,5 Stunden entfernt ist, zu fahren. Na dann mal los!

Wir saßen heute insgesamt 6 Stunden am Steuer. Der Tag war wieder einmal unfassbar ereignisreich und wie könnte er schöner enden, als in einen türkisblauen See zu springen? Am späten Abend erreichen wir unser Ziel, den "Embalse de Yesa".

An der Einfahrt zum See haben wir einen uns sehr bekannten hellgelben Berliner Düdo gesehen. Der gehört zu den beiden YouTubern (wir nennen sie liebevoll "die Oskars"), dessen Route wir heute gefolgt sind. Deren Kanal haben wir zu Zeiten unserer Reiseplanung regelrecht gesuchtet, wir konnten uns vieles dort abschauen und schon mal ein wenig in das Leben im Van hineinschnuppern. Wer auch so eine Reise plant, dem sei dieser Kanal herzlichst empfohlen: Oskar the Explorer

Heute lassen wir aber erstmal den ereignisreichen Tag ausklingen. Wenn die beiden morgen noch da sind, sprechen wir sie an!

 

Am nächsten Morgen trauen wir uns dann die beiden anzuquatschen, sagen aber erstmal nicht, dass wir sie kennen, weil wir nicht so groupiemäßig rüberkommen wollen. An dem Platz gibt es eine interessante Stelle, an dem kleine Treppen, Sitzgruppen und Wege in den Stein geschlagen sind. Unter dem Vorwand, was es mit dem Platz auf sich haben könnte, sprechen wir die beiden an.

Sie wissen zwar leider auch nichts über den Steinzeit Picknickpark, wie ich ihn nenne und wir reden nur ganz kurz, weil sie gerade beschäftigt sind. Ich lade sie auf ein Shandy ein, wenn sie mit ihren Projekten fertig sind (wir wissen durch ihre Videos, dass sie gerade an einem Kochbuch arbeiten und wir wissen, dass die beiden Shandy lieben). Shandy ist übrigens sowas wie Radler mit <1% Alkohol, babbisch süß und genau das Richtige für heiße Sommertage!

Seit wir uns in Carnota getrennt haben, halte ich auch noch mit Raiky Kontakt. Sie sehnt sich auch nach einem türkisblauen See und kommt am späten Nachmittag spontan zu uns gefahren. Wir bauen uns ein kleines Lager auf und freuen uns über das Wiedersehen, das wir mit einer fruchtigem Bowle und einem leckeren Eintopf feiern.

Die Oskars kommen dann auch noch auf ihr versprochenes Shandy vorbei und wir genießen einfach das Beisammensein. Wir danken den beiden für ihre Videos und die Inspiration, die sie uns gegeben haben und dürfen am Schluss noch unser Groupie Foto mit Ihnen machen.

 

Wir genießen noch einige weitere schöne und warme Tage am Embalse de Yesa. Wir dürfen tolle Sonnenuntergänge und Sternenhimmel beobachten, finden eine fette Kröte und Olli überwindet seine Angst im Beisein einer Schlange ins Wasser zu gehen. Wir lassen es uns jetzt einfach mal so richtig gut gehen!

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